Kennenlernen und das Erste Date

Ich darf, glaube ich, zu Recht behaupten, ein witziger Zeitgenosse zu sein. Und ja, das kommt normalerweise auch bei der Frauenwelt gut an. Mal ehrlich, welche Frau will nen stocksteifen Typen der sich früher von Mama das Hemd in die Hose hat stecken lassen und zum Lachen in den Keller geht? Nicht so bei meiner Ex. Bei ihr brachte mein Talent, Menschen schnell und leicht zum Lachen zu bringen, einfach nichts, weil sie einfach zu sehr beschäftigt war. Wie konnte das klappen? Ich meine wie bringt man etwas, das humoristisch tot ist, zum lachen? Schwarzer Humor ist offensichtlich im Hinterland noch nicht angekommen. Es ist doch wichtig zu lachen. Nicht nur über etwas, sondern auch miteinander. Unmittelbar nach dem Ende der Beziehung habe ich feststellen müssen, wie sehr mir das gefehlt hatte. Ich traf eine alte Freundin wieder, zu der ich lange keinen Kontakt hatte. Da musst ich feststellen, dass ich sehr abgekühlt war, was meinen Humor betraf. Mein Humor, war geschrumpft wie eine Pflanze, die zu wenig Wasser bekam. Dennoch auf einmal war alles so, als hätte es die Jahre mit meiner Ex gar nicht gegeben. Das fröhliches Gemüt meiner Bekannten steckte an und wie lachten teilweise laut und konnten uns nicht zusammenreißen. Umstehende Menschen warfen uns Blicke zu. Aber so herzhaft gelacht hatte ich lange nicht mehr. Trotz Trennung und Zoff ging es mir plötzlich besser. Viel besser. Aber ich will nicht vorgreifen.Nun mal zu Fakten und unangenehmen Dingen die mir auch schon damals aufgefallen waren.--Ich war derzeit witterungsbedingt eine gewisse Zeit arbeitslos und verdiente mir ein bisschen Geld als DJ dazu. Jedes Wochenende war ich unterwegs und hab mir die Nächte um den Kopf geschlagen. Anfang/Mitte Januar hatten ich nen Auftritt in einer nicht weit von mir entfernten Diskothek. Ich hatte bis um vier aufgelegt und war schlicht weg zu müde, um meine Sachen abzubauen. So beschloss ich das am nächsten Tag zu erledigen. Nach einem kurzen Frühstück (Tiefkühlpizza) um 14 Uhr warf ich mich mit meiner schönsten Jogginghose und einem bequemen Kapuzenpulli in Schale um mal "kurz" mein Equipment zu holen. Die Dusche würde ich nachher aufsuchen, war ja egal. Hin und wieder weg so war mein Plan.--Dort angekommen erfuhr ich, das der Inhaber eine Veranstaltung geplant hatte und ich würde grade recht kommen, so sagte er, da ein DJ zu gebrauchen wäre. Was hatte ich schon vor? War Sonntag. Also gut die Zwei Stunden hatte ich auch noch. Ok. Den Job gemacht, die Zeit war schnell um und ich konnte mich mit einen kühlen Pils und na kippe unter die Leute mischen. Da war sie nun. Schwarze schulterlange Haare 178 cm groß, tolle Figur, ein süßes Gesicht und wollte ne Zigarette haben. "Feuer?", fragte sie."Na klar die Gasrechnung geht an dich. Kann ich dich anrufen?" Nun kamen wir ins Gespräch. Genau in dem Moment, als wir Nummern austauschen wollten kam ihre Freundin vom Klo. Zu dem Zeitpunkt war mir nicht klar, dass ich mit der Freundin vom Klo, zweieinhalb Jahre eine Beziehung führen würde. So wurde aus einen Gespräch das ich begonnen hatte, ein umwerben meiner Seits und das ungeduscht im besten Assidress. Ich hab es einfach drauf! Sie: klein (169cm), blond, lange Haare, einfach gekleidet also ein unscheinbares kleines Mäuschen und Nichtraucherin. Ja wir zwei lernten uns kennen, haben Nummern ausgetauscht und uns mal gleich bei Facebook geaddet.--Der Este Schritt kam von ihr, sie meinte, sie hätte Lust mich kennenzulehren.Ja klar.Ich hatte ja nichts vor. "Lass uns mal nen Kaffee trinken gehen." Ich habe sofort zu spüren bekommen, sie mag keinen Kaffee. Schon den Kaffeeduft mochte sie nicht. Hallooooo? Wie kann man diese Getränk nicht mögen? Das Lieblingsgetränk der Deutschen, noch vor dem Bier. Egal das sollte jetzt nicht der Grund sein, dass man sich nicht treffen sollte und so antwortet ich drauf: "Kannst ja auch nen Tee trinken." Mit Zwinkersmilie, um die Sache zu retten.--Der Tag des ersten Date´s war gekommen. Wir einigten uns drauf, das ich sie abholen würde. Nur gut, dass ich schon ein Handy mit Navi hatte. Es sind mit dem Auto nur ca. 10 km. Ich wohnte noch nicht lange in der Gegend und wusste nicht wirklich, wo das war. Nennen wir das Nest, das mehr Vieh als Menschen hat, einfach: Funkloch.In Funkloch angekommen, jetzt noch die richtige Hausnummer suchen. Ich war in 2 min im Schritttempo durch. Kein Haus mit der Nummer sieben. Es gab die Nummer 1, 11, 6, 13, und 5 aber nirgendwo eine 7.In Funkloch, so wie sein Name schon sagt, gab es kein Netz. Also nochmal umgedreht noch mal durch. Flehte das Handy an, einen Balken zu bekommen. Gebet wurde erhört. Sie war am Telefon und versprach sofort herauszukommen.Jawoll. Da saß ich nun im Auto und hab gewartet. Die Tür ging auf es kam jemand heraus. Lange gelockte Haare sehr schlank und sehr schmächtig. Klein. Ihre Mutter? Oder die Oma? Das Licht war in Funkloch genauso schlecht wie die Internetverbindung. Ich wollte jetzt auch nicht sofort aussteigen, um die ganze Familie kennenzulernen. Ist denke, das ist auch nicht so üblich. Dafür kenne ich mich mit Landeiern einfach zu wenig aus. Und Mama sagt immer, was man nicht kennt, da sollte man sich langsam ran wagen. Nach weiteren 15 min warten, kam sie endlich. Natürlich UNPÜNKTLICH (das kann ich auf den Tod nicht leiden)Sie stieg in das Auto. Meine erste Frage: „Wer war denn das vorhin, der aus eurem Haus gekommen ist? Sie: "Das war Papa" ... ... ... Papa? Mann? Kerl? Wenn du die Haustür offen ist darf man kein Fenster aufmachen sonst fliegt der weg. Nun gut. Als ich diesen Gedanken in mir hatte, hörte ich ein Geräusch neben mir. Ich hatte durch den so lustigen Gedanken nur noch ein Grinsen im Gesicht. Ich war anscheinend gleich sympathisch, obwohl ihr Papa Peter Pan gleich im meinen Kopf rum flog. Als wir ankamen bestellten wir Tee und Cola für sie und Kaffee für mich. Wir redeten. Das heißt, meist war sie es die redete. Ich hörte zu. Ich versank in dem Blau ihrer Augen. Sie redete weiter und das in einer Überdosis über sich und über Pferde.Noch mehr Pferde. Eine ganze Herde. Oberflächlich plump eigentlich nix für mich mir war sehr langweilig. Ich hab auch um ehrlich zu sein irgendwann aufgehört zuzuhören. In Gedanken hab ich sie dann mal ausgezogen mir sie mir dann auf nen Pferd vorgestellt. Wir sind dann nach zwei Stunden wieder gefahren, haben uns im Auto noch nett unterhalten und beschossen uns nochmal zu treffen. Als sie das Auto verlassen hatte gab es noch ein kleines Bussi auf die Wange. Nett noch winken und ich bin wieder nach Hause. Im A sofort ne Kippe angemacht. Hatte seit 3 Stunden keine geraucht. Ihr zu Liebe. An die Zigarette kann ich mich noch gut erinnern, aber über den Inhalt unsres Gespräches nicht mehr so wirklich. Mann, war das ne gute Kippe.

3.12.15 15:05, kommentieren

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Pfrede Teil 1

Jetzt habe ich ja schon in nur zwei Blogeintragungen über ein Jahr zusammengefasst. Es ist an der Zeit, über andere Sachen zu schreiben, die in dieser Zeit passiert sind und die einen eigenen Eintrag erfordern. Und das ist der Bezug zu Tieren, die spielten in dieser Beziehung auch eine große Rolle, besonders die Pferde. Als ich mit ihr zusammen kam, arbeitete sie auf einem Pferdehof. Dort kam ich sie auch oft besuchen. 100 km hin oder her man macht sich ja doch die Mühe. Das sie einen großen Hang hat zu diesen imposanten Tieren, hat war mir klar, dass sie ein solches Tier besitzen wollte. So lernte ich einen Isländer Wallach namens (nennen wir im mal) Hauke, kennen. Ein fuchsfarbener, hatte man mir gesagt. Nun, ich, der noch keine Ahnung hatte, wie man mit so einen Tier überhaupt umging, stand vor ihrem zukünftigen Gaul und meinem Konkurrenten. Jedenfalls was Zeit und Freizeit anging. Naja, sie kaufte das Pferd, bezahlte einen stattlichen fünfstelligen Betrag und zahlte dann monatlich noch einen guten dreistelligen Betrag für das Unterstellen. Meine Freundin war nun Besitzerin einen Pferdes. Hauke und ich wir haben uns doch sehr gut verstanden wir mussten ja beide unsere Last tragen. Er körperlich und ich seelisch. Es kam wie es kommen musste. Sie beschloss ihre Ausbildung zu schmeißen. Plötzlich erschien ihr diese Arbeit viel zu schwer, die Kollegen waren auch nicht nett zu ihr, so sagte sie. Dabei war es nur noch ein knappes Jahr, das sie hätte schaffen müssen. Aber naja, wenn der Körper schon mit knapp 21 Jahren aufgibt, was soll man machen? Später habe ich gemerkt, dass es nur Fassade war. Eigentlich ist sie ja nur faul, aber dazu später mehr. Sie und ihr Pony kamen nach Hause. Keine 2 km von ihrem Elternhaus entfernt war ein Ponyhof, auf dem er unter kam. Bedingung für das Unterstellen war wieder ein dreistelliger Betrag, einmal die Woche misten und zwölf Arbeitssamstage im Jahr. Für mich unvorstellbar, da meine Miete für meine Wohnung ungefähr dem entsprach und dann noch dafür arbeiten, das hab ich bis heute nicht verstanden. Aber ok mit viel Erspartem war das machbar. Ich sollte vielleicht erwähnen, dass ich Geburtstag hatte, als Hauke in unser Leben kam und ich da auch den kürzeren ziehen musste, weil da war nur Pony wichtig. Ich war auch noch so doof und bin da hin gefahren und hab mich gelangweilt statt mit meinen Freunden vorm Grill zu sitzen, mir ordentlich denn Kopf mit Bier vollzuballern. Meinen 25. Geburtstag haben wir dann eine Woche später gefeiert. Erst war ihr Interesse groß für das Tier. Mehr als zweimal in der Woche war sie bei ihm und ich konnte meine Sachen machen hin und wieder bin ich mit, um zuzugucken. Das war langweilig. Aber gut, dass ich immer mein Handy dabei hatte aber da gab es ja kein Netz, also spielte ich damit bis der Akku tot war. Legionen von behinderten Fliegen gingen mir auch auf die Nerven, doch was tut man nicht alles wenn man verliebt ist? Um so kälter es wurde, um so weniger hat sie sich um ihr Pferd gekümmert. Sie war meist nur dann dort, wenn sie missten musste. Und das war immer samstags Morgen um halb sieben. Ich bin auch mal hin und wieder mit zum Scheißesammeln. Gut, das frühe Aufstehen ist es nicht. Aber das man bezahlt und das sehr viel, sollte doch drin sein, dass es jemand anders macht. Es verging nun wieder ein Jahr. Sie hatte ja dann doch wieder mehr Interesse an dem Tier. Dann passierte es unverhofft und und plötzlich. Hauke wurde verletzt, dehydriert und orientierungslos von ihr vorgefunden. Irgendwas stimmte nicht. Er hat nichts mehr getrunken und nicht gegessen. Offensichtlich konnte er gar keine Nahrung mehr aufnehmen. Hauke war krank. Wie schlimm, wussten wir noch nicht. Nur wusste ich, meinem tierischer Kumpel ging es wirklich schlecht. Wir sind jeden Tag hingefahren haben versucht, das er isst und trinkt. Vergebens. Nach einer Woche Leiden mussten wir ihn erlösen lassen. Hauke war von uns gegangen. Wir trauerten einige Zeit. Doch kurze Zeit darauf hatte sie den Mut gefasst und suchte sich nun ein neues Pferd aus. Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte.

29.11.15 14:41, kommentieren